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Requiem

Ich höre ihre Stimmen. Überall. Ich sehe sie, sie liegen auf der Straße, lehnen an Bäumen, treiben in Flüssen, hängen in Zäunen. Überall. Es werden niemals weniger. Es werden niemals mehr. Immer dieselben Gesichter, dieselben Körper, dieselben Stimmen, dieselben Worte, dieselbe Qual. Ich könnte sie ignorieren, doch ich darf es nicht, erlaube es mir nicht, verzeihe mir nicht. Es ist Gerechtigkeit. Meine Buße für alles, was ich nicht getan habe.

Sie werden erst verstummen, wenn auch ich verstumme. Endgültig. Aber ich muss warten. Darf mich nicht meinem innersten Wunsch überlassen, büßen, bis ich erlöst werde.

Ihr zeigt auf mich. Ihr hasst mich für das, was ich nie tat, hätte tun müssen. Ihr sagt, ich sei feige gewesen. Ich war feige. Ihr sagt, ich sei ein Mörder. Ich bin ein Mörder. Ihr sagt, ich verdiente den Tod. Ihr wisst nicht, wie recht ihr habt. Könnte ich mich an die Stelle einer Stimme stellen, damit diese zurückerhält, was meine Untätigkeit ihr nahm, ich täte es.

Zu spät. Alles.

Es gab eine Zeit, in der sie stumm waren. Dann kamt ihr. Habt sie geweckt. Sie sprechen gelehrt.

Mich verurteilt.

Muss ich euch danken? Ihr gabt mir die Möglichkeit der Reue, der Buße. Aber ihr, die ihr keine Vorstellung, keine Erfahrungen damit habt, was ich erlebte, was ich erfuhr, als ich nichts tat, ihr nehmt euch heraus, es besser zu machen. Weil ihr wisst, was vor euch war. Was nicht mehr sein darf. Es darf nicht mehr sein. Jetzt macht ihr es besser. Hättet ihr es besser gemacht?

Tolle Uhr...  
   
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