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Ansätze zum Thema "Nationalstolz"

Ansätze zum Thema Nationalstolz

 

Warum muss es Nationalstolz sein? Immer wieder wird er gefordert, gerade von uns Deutschen, und jedes Mal fasse ich mir an den Kopf. Ob ich stolz bin, Deutscher zu sein? Nein, es ist mir vollkommen egal. Und so sollte es auch sein. Denn immer, wenn die Nationalität Einfluss auf das Handeln der Menschen hat, ist etwas schiefgelaufen.

Wieso schiefgelaufen, wird sich der ein oder andere fragen. Es ist doch durchaus positiv, wenn ich mitbekomme, dass ein Träger der gleichen Nationalität Ärger hat und ich ihm helfe. Ja, positiv ist es, aber auch traurig, wenn du ihm nicht auch geholfen hättest, wenn er nicht deiner Nationalität gewesen wäre. Man sollte jedem Menschen helfen, so gut man es mit sich und seinem Gewissen vereinbaren kann, denn der Mensch ist von Natur aus international. Aus humanistischer Sicht behindern Nationen also nur, grenzen ein und aus, beeinflussen Entscheidungen durch nationale Vorurteile á la „Polen neigen zum Diebstahl“ ins Negative und pauschalisieren aufs Gröbste.

Warum eigentlich Stolz auf die Nation? Ist es nicht erbärmlich, auf die Qualitäten einer Masse stolz sein zu müssen? Wenn man sich mal überlegt, was man selber, was gerade wir Schüler schon für „Deutschland“ geleistet haben, ist der Begriff „Stolz“ geradezu lächerlich. Man kann doch nicht auf etwas stolz sein, das man nicht im Geringsten beeinflusst hat. Gleichzeitig schäme ich mich aber auch nicht für etwas, worauf ich keinen Einfluss hatte, aber ich gebe mein Bestes dafür, dass etwas wie der Holocaust niemals wieder auch nur annähernd Realität werden kann, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Aber für den Holocaust entschuldigen werde ich mich nie, dass kann ich gar nicht, es steht mir in keiner Weise zu, wie es mir auch nicht zusteht, mich für Heldentaten zu rühmen, die ich gar nicht begangen habe.

Immer noch stolz? Respekt, es gehört viel dazu, sich etwas auf etwas einzubilden, was zu 100% Zufall ist. Es ist wirklich unglaublich selten, dass etwas dermaßen zufällig ist. Selbst wenn einem auf dem Ozean eine Kuh auf den Kopf fiele, wäre dies nicht so sehr Zufall, da man ja nicht auf dem Ozean hätte sein müssen. Aber auf die eigene Geburt hat man einfach gar keinen Einfluss, und schon gar nicht, an welchem Fleckchen Erde diese stattfindet.

Aber wenn Nationalstolz etwas so absurdes ist, wieso wird er dann gefordert? Weil er missverstanden wird. Ich bin mir sicher, dass viele von denen, die Nationalstolz fordern, eigentlich Solidarität meinen, einem Begriff, dem im Gegensatz zum ersteren keinerlei Grenzen gesetzt sind. Solidarität ist wünschenswert, obwohl es natürlich auch hier Ausnahmen gibt. Sie muss sich immer an die Richtwerten des Humanismus halten, denn sonst kann es durchaus passieren, dass man sich mit den Falschen solidarisiert. Als Humanist darf man zum Beispiel im Konflikt zwischen Israel und Palästina keine Partei ergreifen, da beide Fraktionen über Leichen gehen, um ihre Ansprüche durchzusetzen.

Also auch keine Solidarität? Ich will mich nicht noch mehr in die Bedeutungen der Worte verstricken, aber ich denke, wenn sie pazifistisch, humanistisch und national unbegrenzt ist, ist Solidarität das, wovon wir um einiges mehr brauchen, aber nicht nur wir Deutschen, sondern auch viele andere Länder.

Tolle Uhr...  
   
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